Wie unser Bier entsteht Die Brauerei

13 eigene Biere - 600 Plätze im Biergarten - 59 Veranstaltungen

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Brauerei Berlin Spandau

Spandauer Bier mit Geschichte

Anfang Dezember 1994 hat in der Neuendorfer Strasse Eins das BRAUHAUS IN SPANDAU seine Pforten eröffnet. An einem gut gewählten Standort, hat doch das Brauereiwesen in der Neuendorfer Strasse schon lange Tradition. 1876 eröffnete ganz in der Nähe, auf einem ehemaligen Holzplatz, ein neu erbautes Brauerei-Etablissement. 1897 ging es in den Besitz der Patzenhofer AG über.

Der heute von Grund auf renovierte Backsteinbau mit seinen romanisch anmutenden Fensterbögen war an der Stelle eines Außenwerks der Zitadelle erbaut worden. Er diente ab 1879 als Waschanstalt der damaligen Garnison. Von der Betriebsamkeit der vergangenen Tage zeugen heute noch der hohe Schornstein, der heute von einem großen Biergarten umgeben ist, und ein Dampfkessel mit einer Stirnseite von 2,40 Meter Durchmesser, der in die Inneneinrichtung der Gasthausbrauerei integriert worden ist.

Das Konzept war klar: leibliches Wohlergehen der Gäste rundherum, begleitet von Kulturprogramm in einer ansprechenden, erlebnisreichen Atmosphäre.

Somit bedurfte es nicht langer Zeit und das Brauhaus in Spandau hatte schnell seine Liebhaber gefunden und einen festen Stammplatz als gastro-kulturelle Attraktion eingenommen.

Ob auf der Galerie, im Sudhaus, im Alten Kesselhaus oder im havelnahen Biergarten, immer finden Sie die urgemütliche Geselligkeit und Gastlichkeit ganz typischer Art, die junge und ältere Menschen gleichermaßen anspricht. Unser uriges Brauhaus, direkt in Spandaus altehrwürdigem Kolk gelegen, ist ein typisches Gebäude aus der Kaiserzeit. Es stammt aus dem Jahr 1890 und diente über viele Jahre als Heeresdampfwäscherei.

Auszug aus dem Wortlaut des Reinheitsgebotes,
vom bayerischen Herzog Wilhelm IV. im April 1516 erlassen:

 „Wir verordnen, setzten und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, daß forthin im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande, wie auch in den Städten und Märkten, von Michaeli bis Georgi eine Maß (bayrische = 1,069 Liter) oder ein Kopf (halbkugelförmiges Geschirr für Flüssigkeiten = nicht ganz ein Maß) Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als 2 Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als 3 Heller (Heller = gewöhnlich ein halber Pfennig) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll. Wo aber einer nicht Märzen-, sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden soll. Wer diese Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Faß Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtig weggenommen werden. Wo jedoch ein Wirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer (= 60 Maß) Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemanden erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken.“

Damals wie heute hat das deutsche Reinheitsgebot seine Gültigkeit und Berechtigung. Wir brauen alle unsere 13 Biersorten nach diesen Vorgaben und sind stolz darauf.

Sie wollen mehr über Bier, dessen Geschichte und vielfältige Ausprägungen wissen, dann kommen Sie zu einem unserer Bierseminare, Brauereiführungen und Braukurse.